Fachartikel · SEO & KI-Suche

SEO-Trends 2026: Was Unternehmen jetzt über Google und KI-Suche wissen sollten

20. Oktober 2026 · von Jean Karalis · ca. 6 Minuten Lesezeit

Seit dem 8. Oktober 2025 gibt es den KI-Modus der Google-Suche auch in Deutschland (Google Blog). Schon seit dem 26. März 2025 steht über vielen Suchergebnissen eine Übersicht mit KI (Google Blog). Und laut Bitkom nutzt inzwischen die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland zumindest gelegentlich KI-Chats statt einer Suchmaschine (Bitkom, 20.11.2025). Die wichtigsten SEO-Trends 2026 drehen sich deshalb um eine Frage: Wie wird ein Unternehmen gefunden, wenn die Suche selbst antwortet?

Sie wollen wissen, wie Ihr Betrieb bei Google und in KI-Antworten dasteht? Ein Anruf genügt: 09132 40767.

1. Google antwortet selbst, und es wird weniger geklickt

Bei vielen Fragen steht die Antwort heute direkt über den Suchergebnissen. Das spart dem Suchenden den Klick, und der Website den Besucher. Eine Auswertung des Pew Research Center von rund 69.000 Google-Suchen in den USA (Daten aus März 2025) ergab: Erscheint eine KI-Zusammenfassung, klicken Nutzer nur in 8 Prozent der Fälle auf ein klassisches Ergebnis, ohne Zusammenfassung in 15 Prozent (Pew Research Center, Juli 2025).

Für Unternehmen bedeutet das: Reine Ratgeber-Texte, die eine einfache Frage beantworten, bringen weniger Besucher als früher. Seiten, auf denen jemand etwas tun kann, also anfragen, buchen, anrufen, werden wichtiger. Eine Leistungsseite mit klarem Angebot, Preisrahmen und Ansprechpartner ist 2026 mehr wert als der zehnte Blogbeitrag zu einem allgemeinen Thema.

2. KI-Systeme nennen nur wenige Anbieter

Fragt jemand ChatGPT, Gemini oder den KI-Modus von Google nach einem Elektriker, einer Steuerkanzlei oder einer Werbeagentur in der Nähe, bekommt er keine zehn Treffer, sondern zwei, drei Namen. Wer dort nicht genannt wird, kommt in der Antwort nicht vor, auch wenn er bei Google auf Seite 1 steht.

Dafür gibt es inzwischen einen eigenen Begriff: GEO, Generative Engine Optimization, also die Optimierung für KI-Antworten. KI-Systeme stützen sich auf Angaben, die sie prüfen können: eine Website mit klaren Fakten zu Leistungen, Ort und Ansprechpartner, stimmige Einträge in Branchenverzeichnissen und dem Google-Unternehmensprofil, Bewertungen und Erwähnungen auf anderen Seiten. Mehr dazu auf unserer Seite GEO und KI-Suche.

3. Region schlägt Reichweite

Für einen Betrieb aus Franken ist es egal, ob er in Hamburg gefunden wird. Es zählt die Suche im eigenen Umkreis. Google wertet bei Suchen mit lokalem Bezug den Standort des Suchenden aus und zeigt bevorzugt Anbieter aus der Nähe, oft zuerst in der Kartenansicht.

Drei Dinge zahlen 2026 darauf ein: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten, Fotos und Antworten auf Bewertungen; Seiten, die Ort und Leistung klar verbinden, statt jede Stadt in einen Satz zu packen; und Erwähnungen auf regionalen Seiten, etwa von Verbänden, Partnern oder der lokalen Presse.

4. Echte Erfahrung zählt mehr als Textmenge

Google bewertet Inhalte seit Ende 2022 auch danach, ob sie auf eigener Erfahrung beruhen. Das erste „E“ in E-E-A-T steht für Experience (Google Search Central, 15.12.2022). Seit KI-Werkzeuge in Sekunden austauschbare Texte erzeugen, wird dieser Punkt noch wichtiger.

Was Google und KI-Systeme nicht selbst erzeugen können, sind Ihre Fotos aus dem Betrieb, Ihre Projekte mit Ort und Jahr, Ihre Zahlen und die Erfahrung Ihrer Leute. Genau das gehört 2026 auf die Website: echte Beispiele statt allgemeiner Versprechen.

5. Die Technik bleibt Pflicht

Google bewertet Websites nach ihrer Handy-Fassung. Den letzten Schritt dieser Mobile-First-Indexierung hat Google zum 5. Juli 2024 vollzogen (Google Search Central, 03.06.2024). Seit dem 12. März 2024 misst Google außerdem mit dem Wert „Interaction to Next Paint“, wie schnell eine Seite auf Klicks und Eingaben reagiert (web.dev).

Das klingt nach Technik, hat aber eine einfache Folge: Eine Website, die auf dem Handy langsam lädt oder hakt, verliert Besucher und Platzierungen. Ein Selbsttest dauert fünf Minuten: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy, rufen Sie über die Telefonnummer an, schicken Sie das Kontaktformular ab.

Unsere Einschätzung aus der Praxis

Jean Karalis, Inhaber von Karalis Kommunikation:

„Die größte Veränderung ist für mich nicht allein, dass weniger auf Websites geklickt wird, sondern dass Menschen anders suchen. Sie stellen ganze Fragen, erwarten konkrete Antworten und nutzen dafür neben Google auch ChatGPT, Perplexity oder Gemini. Das merken wir in Kundengesprächen: Immer öfter geht es darum, wie ein Unternehmen künftig überhaupt noch gefunden wird. Früher hieß das, bei Google möglichst weit oben zu stehen. Heute kommt die Frage dazu, ob KI-Systeme ein Unternehmen als vertrauenswürdige Quelle erkennen und in ihren Antworten nennen. Für uns heißt das: Klassische Suchmaschinenoptimierung wird um GEO erweitert.

Dabei gilt: Weniger Klicks bedeuten nicht automatisch weniger Geschäft. Es zählt, ob die richtigen Menschen erreicht werden und daraus Anfragen entstehen. Deshalb sehen wir Sichtbarkeit, das Verhalten der Besucher und die tatsächlichen Geschäftsergebnisse immer zusammen.

Voice Search wurde jahrelang als Revolution angekündigt. Dass Menschen ihre Suchanfragen überwiegend sprechen statt tippen, hat sich so nicht bewahrheitet. Sprachassistenten haben ihren Platz, etwa bei der Navigation oder bei lokalen Fragen, als eigener Marketingkanal sind sie für die meisten Unternehmen aber nicht wichtig geworden. Bewahrheitet hat sich etwas anderes: Menschen suchen so, wie sie sprechen. Ob eine Frage gesprochen oder getippt wird, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass die Suche die Absicht dahinter versteht. Deshalb setzen wir nicht auf eigene Voice-Search-Maßnahmen, sondern auf verständliche Inhalte, klare Strukturen und eine Technik, die Suchmaschinen und KI-Systemen gleichermaßen entgegenkommt. Voice Search war nicht die große Revolution, die Suche im Dialog mit der KI könnte es werden.

Wenn ich höre, SEO sei tot, muss ich schmunzeln. SEO ist nicht tot, aber es verändert sich stark. Wer darunter nur noch versteht, bestimmte Keywords zu platzieren, denkt zu kurz. Technische Qualität, gute Inhalte, erkennbare Expertise und eine vertrauenswürdige Präsenz bleiben die Grundlage. Neu ist, dass wir das alles auch mit Blick auf die KI-Suche betrachten.

Auch dass Blogartikel nichts mehr bringen, halte ich für falsch. Was immer weniger funktioniert, sind austauschbare Texte, die nur für Suchmaschinen geschrieben werden. Ein Fachartikel, der eine echte Kundenfrage beantwortet und Erfahrung erkennen lässt, bleibt wertvoll. Er hilft, ein Unternehmen thematisch klar zu positionieren, auch für die KI-Suche. Ob ein Unternehmen dort genannt wird, hängt allerdings von vielen weiteren Faktoren ab.

Meine These: Nicht SEO stirbt, sondern die Vorstellung, mit möglichst vielen Keywords und beliebigen Texten dauerhaft erfolgreich zu sein. Unternehmen müssen künftig nicht nur im Internet vorhanden sein, sondern mit ihrer Kompetenz wahrgenommen werden. Genau dabei helfen wir.“

Warum hier kein Kundenbeispiel steht

Platzierungen bei Google und Nennungen in KI-Antworten schwanken stark. Was in einer Woche gut aussieht, kann in der nächsten schon anders sein. Eine einzelne Momentaufnahme eines Kunden wäre deshalb wenig aussagekräftig, und wir zeigen bewusst keine. Belastbar ist die Entwicklung über Monate: Wie viele Anfragen kommen über die Website, wie entwickeln sich Einblendungen und Klicks in der Search Console, und wird der Betrieb bei regelmäßigen Stichproben in ChatGPT und Google genannt?

Was Sie 2026 konkret tun können

  1. Leistungsseiten schärfen. Jede wichtige Leistung bekommt eine eigene Seite mit klarem Angebot, Ablauf, Preisrahmen und Ansprechpartner.
  2. Google-Unternehmensprofil pflegen. Öffnungszeiten, Fotos, Leistungen aktuell halten und auf jede Bewertung antworten.
  3. Die eigene KI-Sichtbarkeit prüfen. Fragen Sie ChatGPT und Google, was Kunden fragen würden: „Wer macht … in meiner Stadt?“ Werden Sie genannt? Wer stattdessen?
  4. Echte Beispiele zeigen. Projekte mit Ort und Jahr, eigene Fotos, Stimmen von Kunden.
  5. Die Technik regelmäßig prüfen. Handy-Darstellung, Ladezeit, Formulare, mindestens einmal im Quartal.

Für die klassische Suche bieten wir einen kostenlosen SEO-Check an, für die KI-Suche einen kostenlosen GEO-Check mit kompaktem Bericht und Besprechung. Beides finden Sie auf unseren Seiten SEO und GEO und KI-Suche.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu den SEO-Trends 2026

Lohnt sich SEO überhaupt noch, wenn Google selbst antwortet?

Ja, aber anders. Allgemeine Ratgeber-Fragen beantwortet die Suche oft selbst. Wer dagegen einen Anbieter in der Nähe sucht, will am Ende anrufen oder anfragen, und dafür braucht er eine Website.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

SEO sorgt dafür, dass Ihre Website in den Suchergebnissen weit oben steht. GEO sorgt dafür, dass KI-Systeme wie ChatGPT oder der KI-Modus von Google Ihr Unternehmen in ihren Antworten nennen. Beides baut auf denselben Grundlagen auf: klare Inhalte, saubere Technik, Vertrauen.

Kann ich den KI-Modus von Google in Deutschland schon nutzen?

Ja, seit dem 8. Oktober 2025. Er ist über die Google-Startseite, die Suchergebnisse und die Google-App erreichbar.

Brauche ich als kleiner Betrieb überhaupt eine Strategie für KI-Suche?

Gerade kleine Betriebe profitieren, weil KI-Antworten nur wenige Anbieter nennen und lokale Angaben stark gewichten. Die Grundlagen, also klare Website, gepflegtes Google-Profil und Bewertungen, sind mit überschaubarem Aufwand zu schaffen.

Wie oft sollte ich meine Website auf SEO prüfen lassen?

Einmal im Jahr gründlich und bei jeder größeren Änderung an der Website. Laufende Pflege wie Updates und kleine Korrekturen gehört in die Website-Betreuung.

Jean Karalis, Inhaber der Webdesign Agentur Karalis Kommunikation

Ihr Ansprechpartner

Fragen zu Ihrer Website? Sprechen Sie mit mir.

Ich bin Jean Karalis und berate Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg seit 1996 zu Werbung, Websites und Sichtbarkeit bei Google und in der KI-Suche. Das erste Gespräch ist kostenlos, gern bei Ihnen vor Ort.

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