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Individuelle verkaufsoffene Nacht: So planen Händler in Bayern ihren eigenen Einkaufsabend

27. Oktober 2026 · von Jean Karalis · ca. 5 Minuten Lesezeit

Seit dem 1. August 2025 dürfen Händler in Bayern ihren Laden an bis zu vier Abenden im Jahr bis Mitternacht öffnen, ohne Genehmigung und an Tagen, die sie selbst wählen (IHK Bayreuth). Offiziell heißt das individuelle verkaufsoffene Nacht. Der Advent ist die naheliegende Gelegenheit, und wer in der ersten Adventswoche öffnen will, muss den Abend bis Mitte November anzeigen. Hier steht, was erlaubt ist, was Sie tun müssen und was so einen Abend voll macht.

Sie planen einen eigenen Einkaufsabend und wollen, dass Ihre Stammkunden auch kommen? Ein Anruf genügt: 09132 40767.

Was das Gesetz erlaubt

Die Regel steht in Art. 7 Abs. 3 des Bayerischen Ladenschlussgesetzes. Das Bayernportal fasst sie so zusammen (Bayernportal, Stand 07.04.2026):

  • Vier Abende im Jahr, an Werktagen von Montag bis Samstag, von 20 Uhr bis höchstens 24 Uhr.
  • Keine Genehmigung, sondern eine Anzeige bei der Gemeinde, in der Ihr Geschäft liegt. Die Anzeige ist formlos möglich und nennt Tag und Uhrzeit. Gebühren fallen keine an.
  • Frist: Die Anzeige muss spätestens zwei Wochen vor dem Abend bei der Gemeinde sein.
  • Ausgeschlossen sind Sonn- und Feiertage sowie Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karsamstag, der Samstag vor Pfingsten, Allerheiligen, Buß- und Bettag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend und Silvester.

Für den Advent heißt das: Der 18. November (Buß- und Bettag) und der 24. Dezember fallen weg, alle anderen Werktage im Dezember gehen.

In Nürnberg läuft die Anzeige über einen Online-Assistenten des Ordnungsamts (Stadt Nürnberg). In Fürth, Erlangen und den anderen Gemeinden ist die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung zuständig. Ein kurzer Anruf dort klärt, ob es ein Formular gibt oder eine E-Mail reicht.

Daneben gibt es weiterhin die Einkaufsnächte, die eine Stadt für alle Geschäfte festlegt. In Nürnberg sind das 2026 der 24. Oktober und der 27. November, an denen Läden im ganzen Stadtgebiet bis 22 Uhr öffnen dürfen (Stadt Nürnberg, s. o.). Der Unterschied: Bei der städtischen Nacht kommen die Leute wegen der Stadt. Zu Ihrem eigenen Abend kommen sie nur, wenn Sie sie einladen.

Warum sich ein eigener Abend lohnt

Bei der Langen Einkaufsnacht in Nürnberg am 24. Oktober ist mir wieder aufgefallen, was solche Termine ausmacht. Sortiment und Angebote sind dieselben wie die ganze Woche über. Trotzdem kaufen die Leute an so einem Abend lieber ein. Die Stimmung ist eine andere, man schlendert, schaut, probiert, und diese Stimmung steckt an.

Ein eigener Abend holt diese Stimmung in Ihren Laden, ohne dass Sie sie mit zwanzig anderen Geschäften teilen. Und er ist etwas, das ein Online-Shop nicht nachmachen kann: ein persönlicher Termin für Menschen, die Sie kennen.

Beispiel aus der Praxis: Bella Sposa zur Fürther Kärwa

Wie das aussehen kann, zeigt Bella Sposa, ein Brautmodengeschäft in Fürth, das wir werblich betreuen. Zum verkaufsoffenen Sonntag an der Fürther Kärwa hat Bella Sposa mit Posts auf Instagram und Reels auf TikTok gezielt Bräute eingeladen, die den Sonntag exklusiv zum Anprobieren nutzen wollten.

Der Kniff: Jede Braut bekam ein eigenes Zeitfenster. So hatte die Beratung Ruhe, und jede Kundin wusste, dass an diesem Tag für sie Zeit eingeplant ist. Aus „Der Laden hat auch sonntags offen“ wurde „Ich habe einen Termin“. Das ist ein anderer Grund, sich auf den Weg zu machen.

Mit den vier eigenen Abenden geht so etwas jetzt auch an einem Werktag, ohne dass die Stadt einen Anlass liefern muss.

Was so ein Abend braucht

Eine persönliche Einladung. Ein Plakat allein erreicht nur die, die ohnehin vorbeilaufen. Ihre Stammkunden erreichen Sie mit einer Karte an der Kasse, einer E-Mail oder einer Nachricht. Je persönlicher, desto verbindlicher.

Einen Grund zu kommen. „Wir haben länger offen“ reicht selten. Gründe sind etwa eine Vorführung, eine Beratung mit festem Termin wie bei Bella Sposa, ein kleiner Vorteil nur für diesen Abend oder ein Nachbar aus der Gastronomie, der etwas zum Probieren mitbringt.

Ein Schaufenster, das es zeigt. Wer am Abend vorbeikommt, soll schon von draußen sehen, dass heute etwas los ist: Licht, ein Hinweis mit Uhrzeit, Bewegung im Laden.

Der Zeitplan rückwärts

Aus der Agenturpraxis hat sich dieser Ablauf bewährt. Er ist eine Empfehlung, keine Vorschrift:

  1. Vier Wochen vorher: Datum festlegen, den Grund zu kommen klären, das Team einplanen.
  2. Spätestens zwei Wochen vorher: den Abend bei der Gemeinde anzeigen. Wer es früher erledigt, hat es vom Tisch.
  3. Drei bis zwei Wochen vorher: Einladungen an die Stammkunden, Plakat ins Schaufenster, erste Ankündigung auf Instagram, Facebook oder in der WhatsApp-Gruppe.
  4. Eine Woche vorher: die Sonderöffnungszeit im Google-Unternehmensprofil eintragen. Wer abends „hat noch offen“ sucht, findet Sie sonst nicht.
  5. Am Tag selbst: eine Erinnerung posten, Schaufenster beleuchten, Fotos machen.
  6. Danach: sich bedanken, kurz notieren, wer gekommen ist und was gekauft wurde. Daraus wird der nächste Abend besser.

Für einen Abend in der ersten Adventswoche (ab dem 30. November) muss die Anzeige also bis etwa 16. November bei der Gemeinde sein, und die Einladungen sollten in der ersten Novemberhälfte raus.

So helfen wir dabei

Einladung, Plakat, Schaufenster, Beiträge für Social Media und der Eintrag bei Google: Das sind fünf kleine Dinge, die zusammen einen vollen Abend ergeben. Wir übernehmen das gern als Paket oder einzeln, von der Gestaltung von Plakat und Einladung bis zu den Beiträgen in Social Media. Wenn Sie Ihren ersten eigenen Abend planen, rufen Sie an oder schreiben Sie uns.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Gemeinde.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Brauche ich für eine verkaufsoffene Nacht eine Genehmigung?

Nein. Für bis zu vier individuelle verkaufsoffene Nächte im Jahr genügt eine Anzeige bei Ihrer Gemeinde. Sie ist formlos möglich und kostet nichts.

Wie früh muss ich den Abend anmelden?

Die Anzeige muss spätestens zwei Wochen vor dem Abend bei der Gemeinde eingehen. Für die Werbung lohnt es sich, den Termin schon vier Wochen vorher festzulegen.

Bis wann darf ich öffnen?

Von 20 Uhr bis höchstens 24 Uhr, an Werktagen von Montag bis Samstag.

An welchen Tagen ist keine verkaufsoffene Nacht möglich?

An Sonn- und Feiertagen sowie an Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karsamstag, dem Samstag vor Pfingsten, Allerheiligen, Buß- und Bettag, Volkstrauertag, Totensonntag, Heiligabend und Silvester.

Wo melde ich den Abend in Nürnberg an?

In Nürnberg über den Online-Assistenten des Ordnungsamts, der auf der Seite der Stadt zu den Einkaufsnächten verlinkt ist. In anderen Gemeinden bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Jean Karalis, Inhaber der Webdesign Agentur Karalis Kommunikation

Ihr Ansprechpartner

Ihren eigenen Abend planen? Sprechen Sie mit mir.

Ich bin Jean Karalis und berate Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg seit 1996 zu Werbung, Websites und Sichtbarkeit bei Google und in der KI-Suche. Das erste Gespräch ist kostenlos, gern bei Ihnen vor Ort.

Oder rufen Sie einfach an: 09132 40767

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